Geschichte der Wölfe

Weshalb sind die Eggertswierer "Wölf"?
Südlich des Dorfes stand bis ins 16. Jahrhundert das Rittergut "Wolfshül". Ganz von Wald umgeben hatte es seinen Namen wohl erhalten, weil man hier die Wölfe heulen hörte.
Es ist auch überliefert, dass im Wald in der Nähe des Hofes beim Wolfsschlutgraben im Gewann Haselrain sogar noch im 19. Jahrhundert Wölfe in Gruben gefangen wurden. Es muss einmal eine richtige Wolfsplage gewesen sein.
Auch die heutigen Willstätter Straße hieß seit frühester Zeit Wolfsgasse und war mit einem natürlichen Haag, dem "Wolfshag" geschützt.
So war es wohl entstanden, dass die Leute aus den Nachbarndörfern zu den Einwohnern aus Eckartsweier sagten: "Bei euch heulen die Wölfe, ihr seid die Wölf" (von Alfred Hetzel)

1954 fuhren Wilhelm Göpper (Sängerdigge Wilhelm) und Günter Hetzel mit ihrem Holzvergaser in Offenburg durch die Steinstraße, als sie in einem Geschäft im Schaufenster einen Wolfskopf sahen. Wilhelm hielt an und Günter kaufte den Wolf, welchem er 1954 am Umzug zum ersten Mal präsentierte.

Auf dem Foto der 1. Wolf zusammen mit Willi Hetzel als Michelin-Männchen und Herta Hetzel als Struwwelpeter.

Eine bedeutende Amtshandlung des 2. Präsidenten Willi Hetzel war 1968 die Einführung des Eggertswierer Fasnachtssymbols, des Wolfes, und des Narrenrufes "Wolfram Helau". Der Wolf war von nun an immer mit dabei. Nach der Eingemeindung zu Willstätt 1976 wurde der Ruf in "Wolfstätt Helau" umgewandelt.